Flyer zum 8. Mai verteilt

Der Tag der Befreiung nähert sich und ist nur noch gute 2 Wochen entfernt. Durch die Instrumentalisierung durch Rechte und teils auch Erzkonservative wird der 8. Mai aber auch immer öfter als „Tag der Niederlage“ bezeichnet. Somit werden hier bewusst oder unbewusst die grausamen Verbrechen der Wehrmacht, der SS etc. relativiert.

Um dem Vergessen dieser Taten entgegenzuwirken, verteilten Aktivist_innen am vergangenen Wochenende (19. und 20. April) Flyer, die die Geschichte rund um den 8. Mai noch einmal beleuchten.
Während der Aktion kam es zu Pöbeleien durch Nazis, aber auch zu einigen kurzen Gesprächen mit interessierten Bürger_innen.

Neben dem Verteilen des Infomaterials hatte man schnell noch ein weiteres Ziel ins Auge gefasst: Das entfernen von Nazipropaganda, die an diesem Wochenende (vermutlich wegen dem Geburtstag Hitlers) noch extremer als sonst auftrat.

Hier wurde ein Nazisticker überklebt!

Nach Bereinigen der Stadt und dem Loswerden des Materials kann man ein weitestgehend positives Feedback ziehen und hofft, vielen Leuten vielleicht einen Denkanstoß gegeben zu haben.

Toller Nebeneffekt: Ein fester Fußball aus Naziaufklebern
Toller Nebeneffekt: Ein fester Fußball aus Naziaufklebern

„Asylantenheim nein danke“ oder „Lichtenhagen kommt wieder“

In der Nacht zum 20.04.2013 (mutmaßlich nicht ganz zufällig der Geburtstag Adolf Hitlers) wurden verstärkt Naziaufkleber in der ganzen Stadt an Laternen geklebt.
Doch damit nicht genug, gab es an der Hauswand des Bürgermeisters eine Bedrohung sondergleichen: „Lichtenhagen kommt wieder“ steht dort geschrieben.

Damit erreicht die Debatte um das Flüchtlingsheim ihren neuen Tiefpunkt.

AUFRUF! 23. März Güstrow!

Gegen den Naziaufmarsch in Güstrow! Rassisten stoppen! Solidarität mit Flüchtlingen!

Für den 23. März 2013 ruft der Landesverband der NPD in Mecklenburg-Vorpommern auf, unter dem Motto “Einmal Deutschland und zurück – Kein Asylantenheim in Dettmannsdorf und Anderswo” durch Güstrow zu marschieren. In Güstrow wie auch in anderen Städten wollen die Nazis an diesem Tag ihre menschenverachtende Propaganda gegen Flüchtlinge, MigrantInnen und die Entstehung eines neuen Flüchtlingsheims in Güstrow-Dettmansdorf auf die Straße tragen. Das lassen wir nicht ungestört zu!

Die NPD und ihre Mär von „Überfremdung und Asylmissbrauch”

Migration und Asyl sind zentrale Themen der neonazistischen Partei, da sie mit einem vermeintlichen „deutschen Volk“ unvereinbar seien. Seit vielen Jahren propagieren sie einen sogenannten „Ethnopluralismus“, bei dem jedes „Volk“ seinen „angestammten Lebensraum“ hätte. Die rassistischen Wahnvorstellungen phantasieren eine vermeintliche „Überfremdung“ herbei, die nun auch MV bevor stünde. Diese menschenverachtende Ideologie zeigt sich in ihren Forderungen: rassistische Sprüche wie „Arbeit zuerst für Deutsche” bestimmen seit Jahren Parteiprogramm und öffentliches Auftreten. MigrantInnen und Flüchtlinge fungieren dabei als scheinbar ideale Sündenböcke. Sie sollen für hohe Arbeitslosigkeit, fehlenden Wohnraum, steigende Kriminalität, soziale Einbußen oder zahlreiche andere Probleme verantwortlich sein. Dieser rassistischen Sichtweise folgend, lassen sich diese Probleme entsprechend einfach lösen: durch Ausweisung, Ausgrenzung und Entmündigung. Ausgeblendet wird immer wieder, dass Asylsuchende nicht grundlos ihre Herkunftsländer verlassen müssen. Vollkommen ausgeblendet werden dabei die Beweggründe von MigrantInnen wie Verfolgung, Kriege, Diskriminierungen und erlebte Not.

Gesellschaftliche rassistische Diskurse als ideale Anknüpfungspunkte für die NPD

Ein idealer Nährboden für die menschenverachtende Propaganda der Neonazis sind rassistische Debatten von der sogenannten „bürgerlichen Mitte“. Die rassistische Hetze u.a. vom Bundesinnenminister Friedrich und Innenminister Caffier über einen vermeintlichen „Asylmissbrauch“ von MigrantInnen aus Serbien und Mazedonien, ebenso wie die derzeitige rassistisch dominierte Debatte über „Armutsmigration aus Südosteuropa“, ebenfalls maßgeblich von Bundesinnenminister Friedrich angestoßen, verstärken rassistische Vorurteile in der Gesellschaft und führen für die Leittragenden – in beiden Fällen vor allem Roma – zu harten asylpolitischen Konsequenzen (Abschiebung, Erschweren der Zuwanderung). Die reale Not, strukturelle Diskriminierung und Ausgrenzung und rassistische Gewalt gegenüber Roma in den Herkunftsländern werden schlichtweg ignoriert. Diese „bürgerlichen Debatten“ zeigen wie tief Rassismus und Antiziganismus in der Gesellschaft verankert sind.

Rassistische Diskussionen in der „Mitte der Gesellschaft“ werden wie in Güstrow und anderen Städten in den vergangenen Monaten vor allem im Hinblick auf die Unterbringung von Flüchtlingen geführt. So regte sich kurze Zeit nach dem Bekanntwerden, dass in Güstrow-Dettmansdorf ein Flüchtlingsheim entstehen soll, schnell Widerstand von BürgerInnen, die ihre Kinder, ihren Vorgarten, ihre Arbeitsplätze, die öffentliche Sicherheit und vieles mehr in Gefahr sahen. Der anliegende Kindergarten sorgte sich darum, dass Eltern ihre Kinder abmelden würden und die Einrichtung schließen müsse. Mit Flyern, Unterschriftenlisten, Leserbriefen und Petitionen drückten sie ihren Unmut gegenüber der Neueröffnung eines Flüchtlingsheims aus und betonten, dass dieser nicht rassistisch motiviert wäre. De facto bedienten sie mit ihrer Hetze gängige rassistische Ressentiments. In der Nacht zum 5. Oktober 2012 äußerte sich die offene Ablehnung schließlich mit einem Buttersäureanschlag auf das Gebäude des künftigen Flüchtlingsheims. Das rassistische Klima und das Unwissen will die NPD nun ausnutzen, um mit ihrer menschenverachtenden Ideologie auf Stimmenfang zu gehen.

Für menschenwürdige Lebensbedingungen von Flüchtlingen und eine solidarische und offene Willkommenskultur kämpfen!

Flüchtlinge sind in Deutschland vielen verschiedenen restriktiven Gesetzen unterlegen, in denen sich institutioneller Rassismus widerspiegelt und die auf die Abschreckung, Ausgrenzung und Ungleichbehandlung von MigrantInnen abzielen. Wir fordern die Kommunen und den Bund auf menschenwürdige Lebensbedingungen von Flüchtlingen zu schaffen. Wir kritisieren die menschenunwürdige Unterbringung in Flüchtlingslagern, rassistische Sondergesetze wie die „Residenzpflicht“ und das „Asylbewerberleistungsgesetz“ und die Abschiebungen von Flüchtlingen. Wir solidarisieren uns mit dem anhaltenden Refugeeprotest und fordern gemeinsam mit ihnen: Schließung aller Flüchtlingslager! Abschaffung der Residenzpflicht! Abschaffung der unmenschlichen Abschiebegesetze! Rassisten stoppen…

… und zwar gemeinsam! Kommt mit uns am 23. März 2013 nach Güstrow, um den Nazis und Rassisten entschlossen entgegenzutreten! Wir wollen die Nazis nicht ungestört ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten lassen! Achtet auf Ankündigungen, sagt es weiter, bringt Freunde und Freundinnen, Verwandte und Bekannte mit!

Refugees are welcome! Rassismus und Neonazis auf allen Ebenen bekämpfen!

weitere Infos auf: http://rassistenstoppen.blogsport.eu/

Kundgebung vor dem Thor Steinar – Laden

Heute wird es in Schwerin eine Kundgebung gegen den Tønsberg-Laden geben.
Es jährt sich am heutigen Tage auch das 80. Mal der Reichstagsbrand. Deswegen, und weil wir zeigen wollen, dass es uns noch gibt und wir weiterhin gegen die rechte Marke vorgehen, findet der Protest heute statt.
Kommt zahlreich und zeigt ihnen, was ihr von Nazidreck haltet!

Wann: 18 Uhr
Wo: Lübecker Straße 20

http://www.facebook.com/events/495723373817206/

Naziaufmarsch in Wedel am 02.03.2013!

In Wedel bei Hamburg wollen sich am kommenden Samstag die Nazis den Tag versauen lassen.
Wer von Güstrow, Schwerin, Rostock etc. fahren möchte, kann sich sehr gerne mit uns in Kontakt setzen!

Material, weitere Infos, Tipps, Tricks und den Aufruf findet ihr hier: http://nomourn2013.blogsport.de/

Kommt mit nach Vorne!

Soli-Aktion zu Tim H.

Tim H. wurde zu einer Haftstrafe von 22 Monaten ohne Bewährung verurteilt. Der Grund: Mit einem Mikrofon, durch das er angeblich aufgefordert haben, eine Blockade der Polizei zu durchbrechen. „Kommt nach Vorne“ waren die Worte, die dem Familienvater nun diese unfassbare Strafe einhandelten.

Diese Maßnahme ist reine Einschüchterung und Kriminalisierung des Protests gegen geschichtsrevisionistische Naziaufmärsche. Dass ein Mensch, dessen Schuldigkeit noch nicht einmal richtig nachgewiesen ist, so eine Strafe bekommt, macht uns wütend und fassungslos zugleich.
Wir finden, dass jeder normal denkende Mensch erkennen müsste, dass Jemandem hier auf eine extrem perverse Art und Weise Unrecht getan wird. Wir lassen friedlichen Protest nicht kriminalisieren und werden weiterhin Naziaufmärsche blockieren! Darum solidarisieren wir uns mit Tim und dem Bündnis „Dresden Nazifrei“ und wünschen ihm das Beste!

Zu diesem Zweck haben Aktivisten aus Güstrow mit Unterstützung der Jugendantifa Schwerin ein Plakat von der Liebnitzbrücke gehängt, welches die Solidarität bekunden und auf den Fall aufmerksam machen soll.
Video dazu: youtube.com/watch?v=mkLCgMJRQ6I&feature=youtu.be

Flyer zur Asylsuchenden-Diskussion verteilt.

Am Montagabend, den 17.12.2012 wurden in den Güstrower Stadtteilen Dettmannsdorf und Distelberg Flyer verteilt, die über die Situation der Asylsuchenden in Deutschland aufklären sollen.
Die Aktion war eine Antwort auf den rassistischen Flyer, der im Oktober für Aufsehen sorgte.

Zur Pressemitteilung!

09.11. – Wolgast!

Diesen Freitag wollen die Nazis einen Fackelmarsch durch Wolgast veranstalten. Dieser wurde zuerst verboten, doch die NPD legte Einspruch ein und schwupps: Der Aufmarsch ist genehmigt. Die Bedingungen sehen vor, dass sie keine Fackeln bei sich tragen dürfen und die Demoroute wurde so verlegt, dass der Demonstrationszug mindestens 300 Meter vom Flüchtlingsheim entfernt ist. Das macht die Sache jetzt auch nciht wirklich besser.

Gegen diesen Aufmarsch wird es Blockaden geben. Weitere Informationen gibt’s hier: http://rassistenstoppen.blogsport.eu/

20.10.2012 – Wismar!

NPD und JN planen in Wismar am Samstag, den 20.10. einen Aufmarsch unter dem abgedroschenen, aber immer noch aktuellen Motto „Volkstod stoppen“.
Gerade in Mecklenburg-Vorpommern und auch besonders in Wismar fühlen sich die Nazis sicher, da es schwächere antifaschistische und andere nicht-rechte Strukturen gibt als in anderen Bundesländern. Umso wichtiger ist es, ihnen zu zeigen, dass sie auch in Wismar nicht ungestört ihre menschenverachtende und volksverhetzende Propaganda verbreiten können.
Stellen wir uns ihnen in den Weg! Zeigen wir ihnen, dass wir viele sind und uns nicht einschüchtern lassen! Lassen wir sie wissen, dass sie nicht hier und auch nirgendwo anders erwünscht sind!

Flyer: